Keck – kecker – Joenne (gesprochen schlicht „Jönne“) – wieder die einzige Hündin im Wurf, wieder keine Wahl für mich und wieder ein absoluter Volltreffer!

Es fällt mir schwer, Joenne zu beschreiben ohne ins Schwärmen zu geraten. Mit derzeit einem Jahr ist sie im Alltag neugierig, entspannt und hemmungslos begeistert von allen Menschen und solchen Artgenossen, die sie kennt. Bei fremden Hunden braucht sie Zeit. Im Training paaren sich Ernsthaftigkeit, Fokus und Selbstständigkeit ihrer Mutter mit hohem Tempo und dem gewissen Wahn ihres Vaters. Wie ein Bulldozer pflügt sie sich durch ihre Aufgaben und ist, wenn sie einen Auftrag hat, nicht mehr zu stoppen. Für ihr Alter ist sie bereits immens überzeugt von sich und ich muss aufpassen, sie einerseits nicht zu überfordern sowie mir andererseits nicht auf der Nase herum tanzen zu lassen. Bisher ist sie still und steady, doch ich weiß, dass wir uns hier auf einem schmalen Grat bewegen.

Das nasse Element scheint eine große Anziehungskraft auf sie auszuüben – ihre ersten, völlig selbstständigen Schwimmrunden drehte sie Anfang Februar im nur wenige Grad kalten Wasser. Sie nimmt und bringt jegliches Wild spontan und ohne Zögern, auch Raubwild. Ihr Liebstes ist – ganz Tochter ihrer Mutter – die freie Suche und die Schweißarbeit, wenngleich sie bei letzterem noch etwas mehr Gelassenheit braucht. Joenne, du bist einfach knorke und wir sind glücklich, dass du bei uns bist!