Philosophie

Ich mag die Rasse robust, vielseitig, begeisterungsfähig, sicher, talentiert und in sich ruhend. Daher liegt mein Fokus klar auf Gesundheit, Wesensfestigkeit, Arbeitsanlagen und einer möglichst optimalen Prägung in den ersten acht Wochen in unserer Zuchtstätte, inklusive Welpentest vor Zuteilung. Natürlich sollen auch unsere Hunde dem optischen Standard entsprechen, doch bin ich sehr froh, dass dieser eine gewisse „Gestaltungsfreiheit“ erlaubt. Ich zitiere an dieser Stelle den Populationsgenetiker Hellmuth Wachtel aus seinem Buch „Hundezucht 2000“ (Kynos Verlag):

„(…) Es ist ein genetischer Nonsens, ausgezeichnete Hunde einer (z.B.) einfarbigen Rasse nur deshalb von der Zucht auszuschließen, weil sie ein kleines weißes Abzeichen tragen. Erheblich mehr Toleranz bei allen weniger wesentlichen Merkmalen ist dringend angesagt.“

Der züchterische Umgang mit einer so kleinen Population wie der des Tollers birgt Herausforderungen ganz besonderer Art. Ohne die anfängliche Unterstützung von Marianne und Günter Walkemeyer hätte ich mich nicht getraut. Mittlerweile kann ich auf ein großartiges Netzwerk von befreundeten Tollerzüchtern und -haltern im In- und Ausland zurückgreifen und habe bisher noch auf jede meiner Fragen eine Antwort bekommen. Ich glaube fest daran, dass Transparenz und Austausch unsere Rasse nach vorne bringen, auch wenn dies für die eigene Zucht schmerzen kann.

Naali, Élin, Aidan, Glen